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Durch eine Veranstaltung wurde ich auf die hier in Köln ansässige Kunstgießerei Schweitzer aufmerksam. Einige Zeit nach diesem ersten Kontakt gelang es mir ein Praktikum in der Kunstgießerei anzutreten. Hatte ich schon auf diversen Schmiedetreffen die Arbeitsschritte im Sandgußverfahren gesehen, so bekam ich nun die Gelegenheit eine andere Technik kennen zu lernen. Liefert der Auftraggeber seinen Entwurf aus einem anderen Werkstoff, so muss von diesem Entwurf als erstes ein Wachsmodell angefertigt werden. Hierfür muss der Entwurf zuerst mit einer Ton- und darüber mit einer Gipsschicht abgedeckt werden. Aus diesem (trennbaren) Gipsmantel wird dann sowohl der Entwurf als auch die Tonschicht entfernt. Nun kann der Entwurf wieder in den Gipsmantel gestellt werden und der Zwischenraum, der durch die entfernte Tonschicht entstanden ist, mit Silikon ausgegossen werden. Nach dem Trocknen wird wieder alles zerlegt und das Silikon vorsichtig aufgeschnitten um den Entwurf zu entnehmen. Der Silikonabdruck ermöglich nun die detailgetreue Herstellung eines Wachsmodells. Doch will ich hier nicht die aufwendigen Arbeitsschritte zur Herstellung eines Modells beschreiben, sondern die folgenden Schritte bis zum fertigen Bronzeguss. |
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Der Giesser muss sich entscheiden wie er den Guß durchführen will, daher von wo er später die flüssige Bronze in die Form füllen will und wie sie sich in der Gussform verteilen kann. |
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Das auf diese Weise modifizierte Wachsmodel muss nun in eine Gußform umgewandelt werden. |
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Es folgt ein weiteres Tauchbad und der Auftrag eines gröberen Granulats. Danach wird wieder getrocknet. |
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Nachdem die Gußform soweit fertiggestellt ist, muss im folgenden Arbeitsgang das Wachs aus ihrem Inneren entfernt werden. Dies geschieht durch Ausschmelzen. |
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Heute muss die Glocke werden.... |
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Der im ölbefeuerten Schmelzofen stehende Tiegel wird Zug um Zug mit Bronze beschickt, bis sein Inhalt circa 50 kg flüssiges Metall enthält. Dann wird er mit einer Tiegelzange herausgehoben und in einer Kippvorrichtung abgesetzt. |
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Zwei Mann heben die Kippvorrichtung mitsamt dem Tiegel an und tragen ihn zu den vorbereiteten Formen. Zielsicher giesst das eingespielte Team die Bronze in die Gusstrichter jeder einzelnen Form, während ein dritter Mann mit Hilfe einer Eisenstange verhindert das Schlacke aus dem Tiegel abfliessen kann. Dem Guss wird nun Zeit gegeben abzukühlen. Sobald alles halbwegs erkaltet ist werden die Formen geborgen . |
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Es folgt das mühselige freilegen der Bronze. Mit gezielten Hammerschlägen zerschlägt man die keramische Gussform, immer darauf bedacht die Bronze nicht zu Beschädigen. Die Oberfläche bekommt durch Schleifen und Bürsten ihre endgültige Struktur und durch Patinieren die gewünschte Farbe. Für erste eigene Versuche mit dieser Technik kann auf dem Wachsmodell statt der Keramik auch Gips oder ein ähnliches Material aufgebracht werden. |
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