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Die Gewinnung und Verarbeitung von Seide hat in Japan eine lange Tradition. Neben der Herstellung wertvoller Kimonos werden aus ihr auch Kordeln und Bänder geflochten. Die Kunst, diese Seidenbänder zu flechten, nennt sich Kumihimo. |
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Unvorstellbare Mengen dieser Bänder wurden in Handarbeit hergestellt. So benötigte allein die Herstellung einer einzigen Rüstung an die 300 m Band. |
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Das Material für meine Bänder kommt zum größten Teil aus der Werkstatt der in Ogaki lebenden Kumihimo-Meisterin, Sensai Hoko Tokoro. Die Seide stammt aus ihrer eigenen Seidenraupenzucht und wird in Ihrer Schule mit Pflanzenfarben aus eigenem Anbau eingefärbt. Hellgelb- - Mond Orange - Feuer Dunkelblau - Wasser Lindgrün - Bäume Goldbraun - Erde Dunkelviolett - Adel Weiß - Sonne |
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Ähnlich wie das Purpur in Europa war das Violett in Japan lange Zeit dem Adel vorbehalten und durfte nicht vom Volk getragen werden. Für die Herstellung von Kumihimo-Bändern werden unterschiedliche Flechtgeräte genutzt, neben den Marudai- und Kakudai-Hockern der Ayatakedai und der Takadai. |
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Seit über 30 Jahren besucht die Kumihimo-Meisterin Hoko Tokoro jährlich das Museum für Ostasiatische Kunst in Köln und gibt dort Unterricht in Kumihimo-Do, dem ich seit 1987 folge. |
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Wer ein japanisches Flechtgerät für Kumihimo bauen möchte, der kann sich hier einen Bauplan für einen Marudai oder einen Kakudai ausdrucken. |
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